Für die Freunde asiatischer Landschaftsarchitektur gibts wie immer die obligatorischen Parkfotos: Ich war vorletztes Wochenende mit Melanie im South China Botanical Garden. Der Garten ist groß und schön, nur sollte man ihn besser im Frühling besuchen, wenn die Pflanzen auch blühen. Es gibt künstliche Steine aus denen Musik dudelt und für den dreifachen Preis auch den Eintritt in ein Gewächshaus mit Pflanzen verschiedener Vegetationszonen (was sich aber meiner Meinung nicht lohnt). Fotos gibts unten.

Lesung George Lindt
Am Donnerstag war eine Lesung mit George Lindt, dem Autor des Buchs Provinzglück in der Guangwai Uni. Der Herr ist gerade mit dem Goethe-Institut auf Lesereise durch China und da die hiesigen Studenten sein Buch, in dem er den inneren Konflikt zwischen seiner Geburtsstadt Marburg und der Metropole Berlin schildert, im Unterricht gelesen haben, wurden auch einige gute Fragen gestellt. Das Buch gibts auch kostenlos zu hören im MDR Sputnik Podcast.
Am Freitag war Eva Meier auf Einladung des Deutschen Generalkonsulats Kanton zu Gast in der Xinghai Concert Hall. Mein Schülerausweis wurde trotz des kritschen Blicks der Dame an der Kasse als Studentenausweis akzeptiert (wahrscheinlich aufgrund der vielen Stempel, der inoffiziellen Währung der Glaubwürdigkeit) und so konnte ich Chansons von Brecht und anderen Künstlern der 20er Jahre genießen.
Am Sonntag war ich beim Friseur: Das volle Programm mit zwei Mal waschen und Kopfmassage für 4€. Ich war mit einer Studentin dort, von der ich hoffte, dass sie mir helfen würde, dem Friseur klar zu machen, dass ich keine Glatze will. Beim Friseur traf sie jedoch zwei Freundinnen und die drei Grazien beschlossen kurzerhand, dass sie, wenn sie schon mal da sind, sich auch eine kleine Perfektionierung ihrer Frisur leisten könnten. Als ich also jemanden zum dolmetschen brauchte, war keiner da!
Dafür ist das Ergebnis bemerkenswert gut!

Maximilian Hecker
Danach bin ich zum Konzert von Maximilian Hecker, wo ich zum Glück noch eine Karte abstauben konnte. Der Herr hat in China eine relativ große Fangemeinde und war letztes Jahr auch bei Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung zu Gast in Guangzhou. Die Akustik im Konzertraum war leider grauenhaft und nach dem dritten Lied ist die Lautsprecheranlage ganz ausgefallen. Maximilian Hecker machte auf mich den Eindruck des Stereotyps des empfindliche, labilen Künstlers und er war vollkommen aus der Fassung, als er später hörte, dass das Publikum die meisten Lieder nur recht leise mitbekommen hat. Das Blitzlichtgewitter, das während des gesamten Konzerts durch die Handy- und Kameraverrückten Besucher(innen!) auf ihn einprasselte, verbesserte seine Stimmung wahrscheinlich auch nicht gerade.
South China Botanical Garden:
















